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Mountainbiken bei vier Grad und Hagel

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Die Feuerwehrmänner der Löschgruppe Eicherscheid drückten ihren Radlern Walter Nießen (vorne rechts) und Klaus Nießen (vorne links) für die Deutsche Meisterschaft des Feuerwehr-Mountainbike-Marathons in Kirchzarten im Schwarzwald die Daumen.

Feuerwehrmänner Walter und Klaus Nießen aus Eicherscheid maßen sich mit 400 Konkurrenten im Schwarzwald

Eicherscheid/Kirchzarten. Extreme Witterungsverhältnisse mit Hagel- und Graupelschauern und Temperaturen von um die vier Grad machten den Teilnehmern der Mountainbikerennen in Kirchzarten im Schwarzwald das Leben schwer. Insgesamt 5019 Teilnehmer, ein neuer Rekord, waren in den Schwarzwald gereist, um an einem von Europas größten und beliebtesten Radveranstaltungen teilzunehmen.

Fünf verschiedene Rennen boten die Organisatoren den Sportlern in Kirchzarten: Die Königsdisziplin, den Ultra-Bike-Marathon mit einer Länge von 117 Kilometern, den Power-Track, 89 Kilometer lang, den Marathon, mit einer Länge von 77 Kilometern, den Speed-Track, der über eine Distanz von 52 Kilometern ausgetragen wurde und den Short-Track, 43 Kilometer lang.

Im Rahmen des 77 Kilometer langen Mountainbike-Marathons wurde die Deutsche Meisterschaft der Feuerwehrverbände ausgetragen. „Fit for Fire Fighting“, so nennt sich die Aktion, die der Deutsche Feuerwehr Verband zusammen mit dem Landesfeuerwehrverband jedes Jahr in Kirchzarten im Schwarzwald veranstaltet. Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Simmerath, Löschgruppe Eicherscheid, hatte in diesem Jahr zwei mutige Mountainbiker gefunden, die sich der Herausforderung im Schwarzwald stellen wollten. Klaus und Walter Nießen, beide Mitglieder der Eicherscheider Wehr, maßen sich mit 400 Feuerwehrfrauen und –männern über 77 Kilometer und 2050 Höhenmeter. „An manchen Stellen führte die Strecke unvorstellbar steil hinauf“, erklärte Klaus Nießen.

Mehrere Monate sei man mehrfachs wöchentlich insgesamt 150 Kilometer gefahren, um sich auf den anspruchsvollen Wettbewerb vorzubereiten, erzählen Walter und Klaus Nießen.

Gemeindewehrführer Jürgen Förster hatte die Idee, die erfahrenen Mountainbiker nach Kirchzarten zu schicken.

Schutz vor Kälte gesucht

Dass der Schwarzwald nicht nur von idyllischen Landschaften geprägt wird, sollten Klaus und Walter Nießen an diesem Tag selbst zu spüren bekommen. Von seiner ungemütlichsten Seite zeigte sich das Schwarzwaldwetter und verlangte den insgesamt 5019 Teilnehmer alles ab, so dass einige völlig unterkühlt aufgaben und unter einer warmen Wolldecke und mit warmen Tee versorgt Schutz vor der Kälte suchten.

Auf den Höhen der Strecke sei es vier Grad gewesen, so Walter und Klaus Nießen. Graupel- und Hagelschauern waren die ständigen Begleiter der Biker. Klaus und Walter Nießen trotzten jedoch den schwierigen Witterungsverhältnissen und erreichten glücklich, aber von den niedrigen Temperaturen gezeichnet, nach 77 Kilometern voller Höhen und Tiefen das ersehnte Ziel.

Klaus Nießen schaffte es in seiner Altersklasse sogar auf das Treppchen. Mit dem insgesamt 17. Platz war der Huppenbroicher in seiner Altersklasse Dritter und durfte sich für seine Zeit von 4 Stunden, 17 Minuten und 48,9 Sekunden feiern lassen. Walter Nießen fuhr in 4 Stunden, 44 Minuten und 39,5 Sekunden auf den insgesamt 42. Rang und belegte somit in seiner Altersklasse einen hervorragenden 8. Platz. Der befreundete Schmidter Peter Stollenwerk, der für die Berufsfeuerwehr Düren an den Start ging, wurde in der Mannschaftswertung sogar deutscher Vizemeister. Nach diesem harten Rennen steht für Klaus und Walter Nießen das nächste Etappenziel bereits fest. Mitte August werden die begeisterten Radler wieder am 24-Stunden -Rennen auf dem Nürburgring teilnehmen und auf bessere Witterungsverhältnisse hoffen.

Quelle: Eifeler Nachrichten
Bericht und Foto: Nadine Palm