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Die Huppenbroicher Senioren hörten interessiert zu, als Robby Prümm sie über die Betrugsmaschen aufklärte, womit überwiegend Senioren reingelegt werden.

Huppenbroicher Senioren feiern Weihnachten. Vortrag zum Thema Enkeltrick und klassische Lieder.

Leider mussten einige Senioren krankheitsbedingt die Weihnachtsfeier absagen. Dennoch fand sich eine stattliche Anzahl von 17 Senioren zur diesjährigen Hupp70plus-Weihnachtsfeier, eine Initiative der Huppenbroicher Vereine, im Vereinsheim des FC Viktoria ein. An der festlich gedeckten Tafel ließen sich die Senioren die leckeren Torten schmecken. Auch Gäste konnten die Organisatoren Hans Keutgen und Gaby Keutgen-Bartosch begrüßen. Rosi Lopez aus Huppenbroich, „frischgebackene“ Seniorenlotsin, erläuterte das Projekt der Seniorenlotsen in der Städteregion Aachen.

26 Seminarstunden Vorbereitung

In 26 Seminarstunden sind Rosi Lopez und ihre Kollegen auf die Aufgabe vorbereitet worden. Die Seniorenlotsin lud die Anwesenden ein, sie zu kontaktieren, wenn sie Fragen oder Probleme hätten. In erster Linie sieht die Seniorenlotsin ihre Aufgabe in der Weitervermittlung der Senioren an die richtigen Stellen, sei es an Behörden, Krankenkassen, Wohnberatungsstellen, Pflegestützpunkte oder Pflegedienstleister beziehungsweise Pflegeheime. Natürlich übernimmt sie auch entsprechende Telefonate. Aber auch das ganz normale unterstützende Gespräch möchte sie mit den Senioren führen. Nach ihrem Vortrag gab es schon jetzt eine Menge Fragen, beispielsweise auch hinsichtlich Patientenverfügungen und Nachlassregelungen sowie Pflegestufen.

Ein weiterer Gast wurde mit großem Interesse begrüßt. Robby Prümm, Polizist a.D. aus Huppenbroich, informierte über die raffinierte Vorgehensweise von Trickbetrügern an der Haustür oder am Telefon. Hier führte er besonders die Fälle der sogenannten Enkeltrick-Betrüger, die sich oftmals mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ am Telefon melden würden. Und siehe da, es meldete sich eine Seniorin aus Huppenbroich, die bereits einmal einen Anruf dieser Art erhalten hatte.

Robby Prümm erklärte, wie man sich bei solchen Anrufen zu verhalten habe. Auch auf den Besuch von angeblichen Polizisten ging er ein. So seien ein Dienstausweis und eine Uniform leicht zu fälschen, und viele Senioren würden darauf reinfallen und ließen diese falschen Polizisten in die Wohnung. Kein Wunder, dass nach so einem Besuch dann Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen fehlen würden.

Blick nach draußen lohnt sich

„Aber“, so Robby Prümm, „ein Polizeiauto ist nicht so schnell zu fälschen“. Also ein Blick auf die Straße, ob da ein Polizeiauto parkt, lohnt sich in jedem Fall. Am besten aber sei es, gar keine Fremden in die Wohnung zu lassen, auch keine Polizei.

Viele Beispiele folgten und auch Robby Prümm bot den Senioren seine Hilfe bei Problemen oder Fragen an. Nach den beiden Vorträgen sang man noch einige bekannte Weihnachtslieder. Jens Wunderlich, Ratsvertreter aus Huppenbroich, und Pedro Faymonville, Geschäftsführer des FC Viktoria, ließen es sich nicht nehmen, bei den Senioren vorbeizuschauen.

Natürlich gab es am Ende des Nachmittags noch eine bunte Weihnachtstüte, ehe man nach einem unterhaltsamen und informativen Nachmittag wieder den Heimweg antrat.

Quelle: Eifeler Zeitung
Bericht und Foto: Gabriele Keutgen-Bartosch