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Fazit: „Viele Schäden, wenig Geld“

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Die Mängelliste zu den Straßen im Simmerather Gemeindegebiet ist groß. Schlaglöcher und Risse bestimmen das Bild. In Simmerath, Einruhr, Woffelsbach und Rurberg sollen in diesem Jahr erste Instandsetzungsarbeiten erfolgen.

Schlechte Noten für Simmerather Straßen und Wirtschaftswege. Bürgerinfo am 22. April zum Straßen-Endausbau in Huppenbroich.

Simmerath. Mit 115 Straßen und Wirtschaftswegen beschäftigte sich am Donnerstagabend der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss. Dazu hatten sich auch interessierte Huppenbroicher Zuhörer im Sitzungssaal des Rathauses eingefunden hatten.

Während es im beschaulichen Huppenbroich um die Planungsvorstellungen zum Endausbau von vier Gemeindestraßen und damit auch um Anliegerbeiträge ging, stand für die anderen 111 Straßen ein überaus umfangreiches Instandsetzungsprogramm auf der Tagesordnung.

Günstige Lösung für Bürger

Nachdem im Rahmen der Kanalisierung in den Jahren 2002 und 2003 auch die Gemeindestraßen grundlegend saniert worden waren, soll nun in diesem und nächstem Jahr der Endausbau folgender Straßen erfolgen: Chantraistraße, Weiherstraße, Tiefenbachtalstraße und Kapllenstraße. Zum Ausbau gehört laut dem in der Sitzung vorgetragenen Bericht des Ingenieurbüro BKI aus Aachen auch der Einbau einer Asphaltbetonschicht. Aus Kostengründen will die Verwaltung mit Bezug auf die geringe Verkehrsdichte im Ort auf die Anlegung von Stellplätzen und Gehwegen verzichten und favorisiert zudem eine kostengünstigere Ausbauvariante mit sogenannter Schwarzdecke und ohne Betonsteinpflaster. Hierfür sind Baukosten von insgesamt 392 000 Euro prognostiziert.

Da die Straßenbaumaßnahmen allesamt anliegerbeitragspflichtig sind, geht es letztlich auch um das Portemonnaie der Bürger. Die werden am 22. April zunächst einmal im Rahmen einer Bürgerversammlung über den Endausbau der Straßen informiert. Claus Brust (UWG) merkte hierzu an, dass die Bürger dann wissen wollten, was bezüglich der Anliegerbeiträge 2016 auf sie zukomme. Hierzu erläuterte der Beigeordnete Roger Nießen die umfangreichen und komplizierten rechtlichen Rahmenbedingungen und die Schwierigkeit, dazu schon jetzt konkrete Zahlen zu nennen. Sowohl Stefan Haas (CDU), als auch Marc Topp (SPD) sprachen sich dafür aus, die Anregungen aus der Bürgerinformation aufzunehmen und in die nächste Sitzung des Ausschusses einfließen zu lassen.

Doch die vier Huppenbroicher Straßen waren bezüglich Anzahl und Zustand eigentlich „Kleckerkram“. Jedenfalls im Gegensatz dazu, was danach im Ausschuss diskutiert wurde: Die 111 Straßen und Wirtschaftswege.

Die Ortsvorsteher der Gemeinde hatten in den letzten Monaten alle Straßen in ihren Orten auf deren äußerlichen Zustand überprüft und eine Liste der Schäden erstellt. Hierzu fasste Franz-Josef Hammelstein (SPD) zusammen: „Die Schlaglöcher und Risse sind kaum noch zu zählen“. Die von den Ortsvorstehern gemeldeten Daten waren von der Verwaltung in einer Prioritätenliste mit einer überschlägigen Kostenermittlung zusammengefasst worden. Hierzu blieb als Fazit mit der Haushaltslage der Gemeinde im Endeffekt nur festzustellen: „Viele Schäden, wenig Geld“.

Sechs Maßnahmen in 2015

Für das diesjährige Straßeninstandsetzungsprogramm schlug die Verwaltung daher vor, aufgrund der Prioritätenliste vier Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Dies betrifft in Simmerath die Ortsausfahrt Richtung Mariagrube, in Woffelsbach die Schilsbachstraße, in Rurberg Am Nussbaum und in Einruhr die Zufahrt nach Erkensruhr. Die Kosten hierfür betragen 79 680 Euro und fanden die Zustimmung von allen Fraktionen.

Die Instandsetzung der Wirtschaftswege wollte Marc Topp (SPD) grundsätzlich noch einmal auf den Prüfstand gestellt haben, wozu Sascha Schlepütz (CDU) anmerkte, dass die Landwirte hier bereits viel Einsatz zeigten. Gegen die Stimmen der SPD sprach sich der Ausschuss für die Instandsetzung folgender Wirtschaftswege aus: Kopperweg (Paustenbach) und in Steckenborn zum Aussiedlerhof „Michelshof“. Die Kosten hierfür betragen 32 068 Euro.

Übereinstimmung herrschte am Ende zum Antrag der CDU-Fraktion an Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei StraßenNRW auf den dringenden Handlungsbedarf wegen zum teils miserablen Zustand der Landes-/Bundesstraßen hinzuweisen.

Quelle: Eifeler Zeitung
Bericht und Foto: Karl-Heinz Hoffmann