Shalom Eilat – Partnerschaft mit Kamen


Die beiden letzten Tage der Reise waren Eilat gewidmet. Eilat ist die Partnerstadt von Kamen. Seit 1996 gibt es offizielle Kontakte.

Eilat ist eine Stadt am Roten Meer mit einem großen Hafen, über den der Import und Export in den pazifischen Raum abgewickelt wird. Riesige Autoparkplätze stehen für den Import japanischer und koreanischer Autos zur Verfügung. Die 60.000 Einwohner zählende Stadt liegt zwischen Ägypten im Westen und Jordanien im Osten und verfügt nur über einen wenige Kilometer breiten Küstenstreifen. In Blickweite liegt auch Saudi-Arabien.

Wesentlicher Faktor ist auch der Tourismus. Große Hotelanlagen befinden sich am Hafen und der Küste. Im großen Einkaufszentrum befindet sich eine riesige Eislaufhalle – und das bei Außentemperaturen von 40 Grad. Am Abend war ein Empfang der Stadt Eilat – allerdings fehlte der Bürgermeister wegen des Wahlkampfes. In einer sachlichen Atmosphäre wurden die bekannten Freundlichkeiten ausgetauscht – Kontakt zwischen den Gruppen gab es fast ausschließlich zwischen Menschen, die sich schon länger kannten. Übersetzt wurde von der Frau des ehemaligen Generalkonsuls – einer gebürtigen Deutschen, die den Holocaust überlebt hat.


Das Aquarium mit Korallen und Fischen aus dem Roten Meer stand auf dem Programm. Das Haifischbecken mit hunderten Fischen und Rochen war die Hauptattraktion. Gaby habe ich allerdings in der Fotobox abgelichtet. In Eilat wird ein besonderer Schmuckstein gefunden. Die Kombination von Malachit und Azurit ist einmalig auf der Welt. Wir konnten miterleben, wie der Stein aus dem Rohling zu einem Schmuckanhänger verarbeitet wurde.

Am Abend stand dann das Partnerschaftstreffen vom Freundeskreis Shalom Eilat und dem Seniorenheim, das vom Verein gefördert wird, auf dem Programm. Die Senioren feierten die Geburtstagskinder aus dem Oktober und hatten uns zu der Party eingeladen. Es herrschte eine lockere und fröhliche Atmosphäre. Der Freundeskreis – vertreten durch den Vorsitzenden Dieter Drescher – wurde für die jahrelange Partnerschaft geehrt. Die Senioren und die Frauen unserer Gruppe tanzten zu israelischer Musik.

Das Seniorenheim ist auch der Treffpunkt der Holocaustopfer. In Eilat leben noch 180 Betroffene, von denen ca. 35 jeweils zu regelmäßigen Treffen kommen.

Die Partnergewerkschaft hatte zu einem Essen eingeladen, an dem wir gerne teilgenommen haben.