Rügen – der Abschied


Die Störtebecker-Spiele sind ein Höhepunkt in der Touristensaison auf Rügen. Letztes Jahr besuchten bei nicht so gutem Wetter über 400.00 Zuschauer Deutschlands größte Freilichtbühne mit 8.802 Sitzplätzen. Die Arena war nahezu voll besetzt, als das Spektakel begann. Eine schmalzige Historienstory war auf der Bühne zu sehen. Mit über 160 Schauspielern und Statisten wurde die riesige Bühne Schauplatz von Effekten und mittelalterlichen Szenen. Beendet wird der abendliche Großauflauf mit einem Feuerwerk, das die Bühne noch einmal effektvoll inszeniert.


Deutlich beschaulicher ging es im Jagdschloss Granitz zu, dessen Besuch die kurze Zeit auf Rügen beendete. In einen großen Buchenwald gelegen war es in vergangenen Jahren der Schauplatz von Jagden der illustren Gesellschaft. Durch seine geschickt geplanten Einladungen hatte der unbedeutende Fürst von Putbus es verstanden, Kontakte in die höchsten Kreise zu knüpfen. Das Jagdschloss ist heute ein Museum. Architektonisch ist die gusseiserne Treppe zu erwähnen, die von Schinkel geplant wurde. Unsere letzte Tat auf Rügen war ein Besuch am Strand, wo Gaby wieder einmal in die nicht so kalten Fluten der Ostsee stieg.


Auf dem Weg in die Heimat haben wir in Stralsund eine Frühstückspause mit Kultur eingelegt. Die Marienkirche beherrscht das Stadtbild. Sie ist im Stil der Backsteingotik erbaut. Der Reichtum der Hansestadt spiegelt sich noch heute in der Inneneinrichtung wieder. Für eine evangelische Kirche ist sie reich geschmückt. Der Einfluss des lutherischen Gedankenguts, das tief in der katholischen Tradition verwurzelt ist, ist hier deutlich zu spüren.