Natur und Kultur

Silves ist eine historische Stadt im Binnenland. Schon Römer und Westgoten lebten hier, bevor die Mauren das Gebiet eroberten. Die große Festungsanlage Castelo dos Mouros stammt aus dieser Zeit. Heute kann man die Anlage besichtigen, deren Mauer restauriert wurde. Im Innenbereich sind Überreste der Bebauung zu erkennen.

Anstelle der früheren Moschee wurde in Silves 1189 mit dem Bau der dreischiffigen Kathedrale begonnen, deren Bau 1242 fortgeführt und durch das Erdbeben 1755 fast vollständig vernichtet wurde. Er wurde im gotischen Stil wieder aufgebaut, erfuhr aber infolge der häufigen Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten, die die Erdbeben nötig machten, einige Änderungen, wodurch eine Mischung unterschiedlicher Stile entstand.

Das Kap Sankt Vincente ist der südwestlichste Zipfel Europas. Hier weht der Wind sehr kräftig und die Felsen ragen steil aus dem Meer empor. Ein Leuchtturm warnt die Seefahrer von der Gefahr, die durch die vielen Klippen auf sie wartet.


Nicht weit von diesem ungastlichen Ort befindet sich in Sagres die Festung, die Heinrich der Seefahrer erbauen ließ. In ihr wurde zu allen Themen der Seefahrt geforscht. Hier entstanden die Pläne für die in der Seefahrt so erfolgreichen Karavellen. Auch hier weht der Wind kräftig und die Vegetation ist spärlich.

In diesem Fischlokal konnten wir gestern hervorragend und preisgünstig speisen. Fisch satt mit Salat und Kartoffeln für 11,00 € pro Person. Damit nicht genug: Der halbe Liter Rotwein kostete 3,00 € und schmeckte köstlich. Die Empfehlung hatten wir dem Reiseführer entnommen – wirklich klasse.

Die Capela de Nossa Sehnora da Rocha steht auf einer 32 m hohen Klippe, die in den Atlantik hineinreicht. Die Klippe ist brüchig – auch jetzt wurde wieder an der Befestigung gearbeitet.  Der Ausblick über die Küstenlinie lohnt den Ausflug.