Mit den Schotten unterwegs


Christi Himmelfahrt fuhren wir mit den Schotten (der Name stammt von der Reisetour nach Schottland, wo wir uns in dieser Konstellation trafen) nach Rheinberg an den Niederrhein. Mit dem Bus ging es los. Bei etwas kühlem Wetter wurde das traditionelle gemeinsame Frühstück eingenommen.

In Xanten war an diesem Wochenende Siegfriedsspektakel. In Erinnerung an Siegfried von Xanten aus der Nibelungensage wird alljährlich an diesem Wochenende ein bekannter Mittelaltermarkt organisiert. Auf der Festwiese vor der Stadtmauer finden auf drei Plätzen diverse Veranstaltungen statt. Höhepunkt sind die zweimal täglich aufgeführten Turniere. Dieses Ereignis haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Sieger war – wie nicht anders zu erwarten – Siegfried von Xanten. Eine Budenstadt mit den unterschiedlichsten Angeboten rundete das Ereignis ab.

Kevelaer – ein bekannter Wallfahrtsort am Niederrhein – war das Ziel unseres Ausflugs am Freitag. Die beeindruckende Basilika entstand erst im 19. Jh., ist aber mit viel Schmuck und Malereien ausgestattet. Die Gnadenkapelle mit dem Gnadenbild macht dabei schon einen sehr einfachen Eindruck. Jährlich besuchen bis zu 800.00 Gläubige den Wallfahrtsort, darunter auch große Gruppen von Tamilen.

Am Nachmittag machten wir einen informativen Stadtrundgang durch die pittoreske Altstadt. Das bekannteste Unternehmen ist Underberg. Diese Familie hat der Stadt auch vielfältig ihren Stempel aufgesetzt. Bekannte Rheinberger sind Claudia Schiffer und Isabell Werth.


Duisburg, der größte Binnenhafen Europas war unser Ziel am Samstag. Beeindruckende Kräne aus vielen Jahrzehnten bis in die heutige Zeit waren in den unterschiedlichen Hafenteilen zu bewundern. Hier werden Container aus aller Welt umgeschlagen. In Duisburg endet auch der regelmäßig pendelnde Zug mit Waren aus China, die für Europa bestimmt sind. Die Bedeutung für die Kohle hat verständlicherweise in den letzten Jahren deutlich abgenommen.

Sonntag ging es wieder nach Xanten. Dieses Mal besuchten wir die Innenstadt, in der das Stadtfest gefeiert wurde. Auch hier begegnet man der Nibelungensage. So ist die große Stadtmühle nach Krimhild benannt. Die Kirche beeindruckt durch zahlreiche geschnitzte Altäre. Der erhaltene Lettner ist eine Kostbarkeit, da die meisten dieser Exemplare irgendwann dem Modernisierungswahn zum Opfer fielen.

Jede Reise hat ein Ende. In Wassenberg haben wir in einem guten Restaurant den Abschluss bei leckerem Effelder Spargel genossen. Das Haus geizte zum Muttertag nicht mit kostenfreien Überraschungen für die Gäste. So gingen vier schöne Tage schnell vorüber – es war ein erfrischender Kurztrip in unsere weitere Heimat. Wir hatten ein tolles Hotel mitten in der schmucken Stadt Rheinberg.