Israel – Juden, Araber, Palästinenser und Christen

70% der Einwohner Israels sind Juden, 20% sind Muslime (Araber und Palästinenser). Christen (meist Araber) sind eine Minderheit von 2%.  Neun Mio. Menschen leben in Israel, die meisten in den großen Städten Jerusalem, Tel Aviv und Haifa. In Jersualem wird gebetet, in Haifa gearbeitet und in Tel Aviv gefeiert und gelebt – so berichtete unsere Reiseleiterin Dalia.

Wir landeten nach gut vier Stunden auf dem Flughafen Ben Gurion, der in Tel Aviv liegt – an der Autobahn Richtung Jerusalem. Das erste Ziel war Jaffa.


Jaffa ist die älteste Hafenstadt Israels. Schon im Altertum lagen hier Schiffe und der Verkehr bestimmte das Leben. Heute ist Tel Aviv und Jaffa zusammengewachsen. Den Namen kennen wir von den Orangen, die hier wachsen. 400 Jahre herrschten die Osmanen (Türken) in diesem Land, nachdem sie die Kreuzritter vernichtend geschlagen hatten. Petrus hat hier seine Spuren hinterlassen. In der Apostelgeschichte wird berichte, dass er im Haus des Simon einkehrte, das heute noch am Hafen steht. Zu seinen Ehren wurde die Petruskirche gebaut, die wir als erste der vielen Kirchen besichtigten. Die Nach haben wir in Netanya verbracht. Der Blick der untergehenden Sonne entschädigte für das nicht so gute Hotel.


Am nächsten Tag besichtigten wir Caesarea am Mittelmeer. Dieser Palast des Herodes wurde teilweise ausgegraben. Weiter Grabungen werden noch vorgenommen. Ein großes Theater wird auch heute noch für Aufführungen genutzt. Leider ist liegt das Ruinenfeld in einem industriell genutzten Gebiet. Neben dem Theater wurde in den letzten Jahren das Hippodrom freigelegt. Die Latrine ist gut erhalten und könnte auch heute noch seine Dienste leisten.

In Haifa geht es von der Küste steil in die Berge. Vom Rand des Berges hat man einen großartigen Blick auf das religiöse Zentrum der Bahai. Der Bahaitum ist eine Art abrahmaitische, monotheistische Überreligion. Sie erkennt die anderen Weltreligionen an und betrachtet die Unterschiede als historisch und kulturell bedingt. Die Stadt liegt einem zu Füßen und der Blick die Hochhäuser und Hafenanlagen ist beeindruckend.


Mittagspause war in Akko. Die Wegweiser zeugen von der wechselvollen Geschichte der Stadt – Kreuritter, Osmanen und Juden. Sie allen waren hier in unterschiedlichen Epochen kulturell bestimmend. Das essen war dann typisch arabisch und jüdisch teuer. Das bestimmende touristische Element ist die Kreuzritterburg, die in den letzten Jahrzehnten von Schutt und Erdreich befreit wurde und immer wieder neuen Überraschungen in den unteren Etagen hervorbrachte. Es ist auch heute noch nicht alles freigelegt. Es bleibt also für Forscher interessant. Die Anlage ist von riesigen Ausmaß und die Darstellungen im Museum sind sehr gut gemacht und sehr spannend zu erleben. Die Burg ist sehr gut erhalten und gibt somit einen guten Einblick in die Architektur der Kreuzritter, die aus allen europäischen Ländern nach hier kamen.

Die Nacht verbrachten wir in Tiberias, einem Ort in Galiläa, der schon in der Bibel erwähnt wird.