Heimreise mit Familientreffen


Magdeburg ist die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt. Die Stadt hat im Zweiten Weltkrieg erheblich unter Bombeneinwirkungen gelitten, was man heute am Stadtbild sehr gut erkennen kann. Nur wenige restaurierte Bauten sind erhalten. Ein nicht unerheblicher Teil wurde in der DDR-Zeit gesprengt und durch Neubauten ersetzt. Der Dom ist die Grablege Otto des Großen – Sachsenkönig und erster Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Er wurde aber erst im 13./14. Jahrhundert nach einer Feuersbrunst in seiner heutigen Form gebaut. Nach dem Krieg wurde der Bau von 1955 bis 2006 aufwändig restauriert. Auch in diesem Dom ist die katholische Tradition gut zu erkennen. Der vollständig wiederhergestellte und sehr eindrucksvolle Lettner ist einer der wenigen in deutschen Domen, der nicht abgerissen wurde. Der Kreuzgang ist ein wundervolles Zeugnis gotischer Baukunst. Auf dem Domplatz war ein Töpfermarkt, der von heimischen Künstlern bestückt wurde.


Im Nachmittag besuchten wir die Druckmanufaktur von Daniel. Die Heidelberger Druckmaschine (linkes Bild) ist leider nicht seine Maschine. Sie ist eine solide Apparatur, die noch vollständig mechanisch arbeitet. Für das Drucken der T-Shirt, Tragebeutel und weiterer Textilien hat er eine Druckvorrichtung, auf der er bis zu sechs Farben im Siebdruck auf die Textilien aufbringen kann. Das Einrichten der Siebe ist eine knifflige Angelegenheit, da es hier auf jeden Millimeter ankommt, damit die Druckfarben exakt die richtigen Stellen bedrucken. Aber das Ergebnis des Drucks lässt sich sehen – was hätten wir von Daniel auch anderes erwartet.


Am Sonntag feierte Janne seinen 13. Geburtstag. Die Zeit vergeht wie im Fluge und die Anzahl der Kerzen auf dem Kuchen ist bald nicht mehr zu platzieren, geschweige denn in einem Zug auszublasen. Während Janne und Emilia kräftig auf der Couch tobten, schlief Romy sanft und ließ sich nicht vom Lärm stören. Bei der Hitze tat die Abkühlung im Pool nicht nur den Enkelkindern gut. Nach geraumer Zeit wurde Romy dann doch wach – Hunger und volle Pampers lassen Säuglinge nicht in Ruhe schlafen. So konnten die Tanten eine muntere Romy bewundern. Emilia ist sehr vorsichtig im Umgang mit ihrer kleinen Schwester.

Nach diesem kurzen Familientreffen ging es nach Hause – hier liegt etwas Arbeit vor uns, nicht nur das Wäschewaschen nach dem entspannten Urlaub.