Cannero – zu Fuß und per Solarboot


Wir haben einen Spaziergang durch Cannero gemacht und dabei den südlichen Teil  des Dorfes besucht. Bestimmt wird das Areal durch die St. Georgskirche, die auf der Anhöhe über einer Lourdesgrotte steht. Der Innerraum ist reichlich verziert. In einer Kapelle ist das Mausoleum des Hl. Faustus. Eine dauerhaft aufgestellte Krippe versetzt die Szene der Heiligen Nacht auf die Inseln der Castelli di Cannero. Unterhalb der Kirche befindet sich ein typisch südländischer Friedhof. Eine Erfrischung durfte nicht fehlen. Also wurde in der Strandbar eine Pizza gegessen – der Salat war bereits ausgegangen. Die Abende über dem See sind malerisch. Das Bild kann das leider nicht in der vollen Schönheit und Atmosphäre erfassen.


Mit dem Hapimag-eigenen Solarkatamaran konnten wir die Gegend rund um die Küste von Cannero erkunden. Die Bilder zeigen die St. Georgskirche, die Hapimag-Anlage und die Castelli di Cannero. Die Festungen auf den Insel wurden zwischen 1300 und 1400 gebaut. Sie wurden eine Zeitlang von Seeräubern bewohnt. Die Visconti zerstörten die Festungen, die aber später von den Borromäern wieder aufgebaut wurden, um ihr Gebiet vor den Schweizern zu schützen. Die Nutzung als Festung erübrigte sich im Laufe der Geschichte und so zerfiel die Anlage. Heute wird die Anlage soweit gesichert, dass sie wieder für Publikumsverkehr geöffnet werden kann. Die Besitzer – immer noch die Familie Borromäo – streiten sich mit der Denkmalpflege über die Restaurierung und die 2010 begonnenen Arbeiten stocken – das kenne wir doch auch aus Deutschland.