Brügge – eine Familie on tour

Am Freitag fuhr die Familie Keutgen zum verlängerten Wochenende nach Brügge, der Hauptstadt von West-Flandern. Die Kinder hatten uns anlässlich meines 70. Geburtstages eingeladen. Für einige war es die Auffrischung ihrer Kenntnisse, aber Gaby und Stefan konnten die mittelalterliche Stadt zum ersten Mal bewundern. Der Freitag begann nach dem Bezug des nur von uns bewohnten Gästehauses mit einem ausgedehnten gemeinsamen Abendessen.

Samstag war wie vorhersagt ein sonniger Spätsommertag. Nach ausgedehntem Frühstück verbrachten wir einige Stunden in der Altstadt. Nach der Durchquerung des ehemaligen Spitals St. Jan gingen wir in Richtung Beginenhof.  Überall stieg uns der köstliche Duft von belgischen Waffeln und der typische Geruch von Fritten in die Nase. Jan stärkte sich derweil mit einer leckeren Portion Spagetti. Nach dem Besuch des Beginenhofs, der heute noch ein Kloster und Herberge für alleinstehende Frauen ist, gingen wir in Richtung der Altstadt, wo wir den prächtigen Marktplatz der Weltkulturerbe -Stadt bewundern konnten.


Der Sonntag begann noch trocken. Wir schlenderten durch die Gassen der Altstadt und konnten eine Vielzahl von wunderschönen Häusern und prächtigen Palästen aus der Zeit der Hanse bewundern. In einem alten Handelshaus kehrten wir ein, um flämische Spezialitäten zu kosten. Auf dem Heimweg fielen dann doch reichlich Tropfen, bevor wir aufbrachen, um die Nordsee in De Haan zu verspüren. Jan war nach dem Strandbesuch paniert und der kräftig wehende Wind störte ihn überhaupt nicht.

Am Montag war dann noch ein kurzer Spaziergang zu den Anlagestellen angesagt. Nachdem uns einige der zahllosen Touristengruppen den Platz im Boot wegschnappten, hatten wir noch etwas Zeit für einen köstlichen Tee in einer der ungezählten Konditoreien mit einer Beilage aus Schokolade, die auf der Zunge verging. Ja, Pralinen und Bier gibt es hier auch in unermesslicher Auswahl. Hier ist nicht nur Kultur angesagt. Die Bootsfahrt gab uns eine letzte Möglichkeit, die Schönheiten des Venedigs der Nordens noch einmal zu betrachten. Besonders zu erwähnen ist der Rozenkai mit der riesigen Trauerweide und den zahlreichen Schwänen und Enten. Dann hieß es Abschied nehmen – unser Dank gilt den Kindern, die uns diese unvergessliche Fahrt geschenkt haben und insbesondere Christine, die alles liebevoll organisiert hat.

Flandern – wir kommen wieder!