Abschied nehmen …

Montag fuhren wir nach Bad Oldesloe, um das Haus zu räumen und den Verkauf in die entscheidende Phase zu bringen. Wolfgang hatte mit seiner Familie das Haus weitgehend leer gemacht, so dass wir nur noch den letzten Schliff machen mussten. Gaby hatte noch einiges an Kleinkram zu erledigen. Dabei konnten wir einen blitzsauberen Wertstoffhof bewundern – ja so etwas gibt es!

Wesentlich war, dass ein Kaufinteressent sich entschieden hatte, ein Kaufangebot zu unterbreiten, das Gaby in Absprache mit ihren Brüdern annahm. Die Familie mit zwei Kindern will das Haus übernehmen und muss jetzt die Finanzierung sicherstellen.


Durch die Vorarbeit von Wolfgangs Familie blieb uns Zeit, auf Gabys Jugendspuren zu wandeln. Kloster Nütschau war unser erstes Ziel. Hier fuhr sie im Winter Schlittschuh auf den zugefrorenen Wasserkanälen. Die meditative Stimmung des Kapellenneubaus (1974) wurde durch ein Filmteam der Universität etwas gestört, das gerade drehte. Danach fuhren wir zum Poggensee, wo sich die Jugend im Sommer am Freibad traf, damals noch ohne feste Gebäude. Jetzt im Winter hatten Enten hier ihr Quartier bezogen. Es war für Gaby der Abschied vom Haus ihrer Eltern, in dem sie groß wurde und in dem sie mit ihrer Familie viele schöne Stunden verbrachte – jetzt sind es nur noch Erinnerungen.

Heute wurden die ersten Vorbereitungen für den Stammtisch getroffen. Gaby machte ein Testessen mit den Appetizern: Kohlrabi in Sahne gekocht, püriert und mit frittiertem Basilikum und Forellefiletstücken garniert – einfach köstlich.